Difu – Deutsches Institut für Urbanistik
Die gleichzeitige Förderung des Wohnungsneubaus und die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme wird oft als Zielkonflikt wahrgenommen, da die Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten mit der Notwendigkeit einer Neuausrichtung der Flächenpolitik (z. B. das 30-Hektar-Ziel) kollidieren. Die steigenden Bodenpreise werden auf die Knappheit von Bauland zurückgeführt, und eine verstärkte Flächensparpolitik verschärft die aktuelle Baukrise. Dabei muss die begrenzte Verfügbarkeit von Boden als systembedingte Eigenschaft akzeptiert werden, da Boden weder hergestellt noch vermehrt werden kann. Das vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) geförderte Projekt baut auf Erkenntnissen früherer Studien wie „Trends und Tendenzen der Siedlungsentwicklung und deren Auswirkungen auf das Erreichen der flächenpolitischen Ziele des Bundes“ auf. Es knüpft zudem an verschiedene Forschungsprojekte des Difu an, darunter die Umsetzung von Flächensparzielen in der Raumordnung, den Bund-Länder-Dialog zum Flächensparen sowie den Dialogprozess Flächensparen und Innenentwicklung.